Denkwürdig
Meine Tanzskills sind ja stark ausbaufähig. Das führte dazu, dass ich die meisten Tänze gar nicht mit tanzen konnte. Das war soweit nicht schlimm, da wir eine Loge hatten und viele Tänze von oben bombastisch aussahen. Frustrierend wurde es nur, wenn man bereits auf der Tanzfläche stand und dann festgestellt hat, dass die Schritte einfach weg waren. Bei dem Emperor of the moon z.B.

Einfach weg. Meistens gabs liebe Hilfe von Leuten um einen herum: Leise Einsagen, kurze Erläuterungen vor der Aufstellung, wie die Schritte gehen. Seltener aber auch vorhanden waren Leute, die ungehalten wurden, wenn man die Schritte nicht so sicher beherrschte.
Viele viele bekannte Gesichter habe ich gesehen. Oft von Leuten, die ich quasi seit Jahren nicht mehr getroffen hatte. Das war sehr schön! Das Gewandungsniveau war wie erwartet hoch. Dabei mischten sich die verschiedensten Zeitalter: Die barocken Sahnebaisiers neben solchen klassischen Mittelaltergewandungen wie von mir und Maike. Okay, der Cowboy hat mich etwas irritiert.
Die Location war der Hammer: Der historische Stadtsaal von Wuppertal. Wirklich beeindruckend!
Das Catering wurde von denen übernommen und da hätte ich mir ganz ehrlich mehr erwartet. Wasser war kostenlos, aber alle anderen Getränke musste man zahlen. Soweit okay. Die anderen Getränke waren nicht günstig (0,2 namenloser Weißwein 6€). Was mich aber mehr gestört hat war die Bedienung, die alle 10 Minuten an unserem Tisch stand und immer genervter war, als wir nichts anderes als Wasser geordert haben.
Beim Catering bin ich zwiegespalten. Gegessen wurde in zwei Runden, was bei 800 Leuten ja sehr sinnvoll ist. Nur leider gab es da einige Schwierigkeiten: Manche Sachen waren bereits am Anfang von Runde 2 restlos verputzt. Darunter das vegetarische Hauptgericht. Als wir dran kamen, waren die Teller leer und es dauerte recht lange, bis neue Teller kamen. Die waren aber nicht frisch gespült, was die Wartezeit erklärt hätte, sondern kamen kalt aus der Küche. Da fehlte also einfach die Organisation, dass da jemand welche rausgebracht hätte. Auf Lager waren sie wohl.
Es gab zwei Hauptgerichte mit Fleisch, was ja an sich reicht. Die Wahl war aber nicht ganz glücklich: Ich mag Lamm, auch wenn es recht intensiv schmeckt und dieses schmeckte sehr intensiv. Vermutlich wäre aber Rind oder etwas anderes weniger polarisierendes sinniger gewesen. Die Alternative war Hühnchen in Rahmsoße, was aber leider auch nur in begrenztem Maße vorhanden war und mit einer Lactoseintoleranz rausfiel. Während der zweiten Runde gingen die Stövchen unter den Warmhalteplatten aus. Wollte man im letzten Drittel also noch etwas warmes haben, dann hatte man nicht nur mengenmäßig Pech, es war auch kalt. Vom Nachtisch waren auch bereits einige Sachen leer als wir an die Reihe kamen. Am Ende blieben wenige Salate übrig, die Hauptgerichte waren alle ausgeleckt.
Satt geworden bin ich aber, auch wenn ich gerne die volle Auswahl gehabt hätte. Und geschmeckt hats auch. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass einige Leute weder das eine noch das andere von sich sagen können. Daher denke ich, dass das Catering hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist. Man weiß ja nicht worans lag.
Mein Fazit wäre, dass es toll war, sowas mal in diesem Ambiente erlebt zu haben. Ob ichs noch mal machen würde? Ein vorsichtiges Nein. In kleinerem Rahmen ja, wenn ich mehr und sicherer Tänze kann ja.
Und auf dem Wimmelbild find ich mich selbst nicht
